Wenn Trauma den Körper prägt - Psycho-Neuro-Immunologie als Schlüssel zur Regulation Trauma verstehen. Regulation stärken. PNI praxisnah verbinden.

Wenn Trauma den Körper prägt – Psycho-Neuro-Immunologie als Schlüssel zur Regulation

Dr. Dr. Damir del Monte

Ein zweitägiges Seminar, welches Trauma und Psycho-Neuro-Immunologie verständlich und praxisnah verbindet. Du lernst, wie Stress und traumatische Erfahrungen Gehirn, Körper und Selbstregulation beeinflussen (u. a. limbisches System, EMDR) und vertiefst danach die Wechselwirkungen von Psyche, Nervensystem, Immunsystem und Hormonen – mit konkreten Impulsen zu Entzündung, Schlaf, Ernährung und Selbstregulation für den therapeutischen Alltag.

8. Juni – Trauma-Tag: Trauma in Geist, Gehirn und Körper

Der menschliche Organismus ist kein Zusammenspiel isolierter Einzelteile, sondern eine hochkomplexe Einheit. Balance entsteht im dynamischen Zusammenspiel aller Körpersysteme. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem limbischen System zu: Es ist nicht nur massgeblich an der Entstehung von Emotionen beteiligt, sondern prägt das leibliche Selbsterleben, reguliert vegetative Funktionen und bildet die neurobiologische Grundlage psychischer Prozesse insgesamt.

Stress und traumatische Erfahrungen können – besonders bei früher oder chronischer Belastung – tiefgreifende Auswirkungen auf die strukturelle und funktionelle Entwicklung des Gehirns haben. Die Folgen zeigen sich in veränderten Regulationsmustern, einer erhöhten Vulnerabilität für psychische Störungen sowie in langfristigen körperlichen Konsequenzen, zum Beispiel in Form chronisch-entzündlicher Erkrankungen.

Dieser Trauma-Tag vermittelt fundierte Grundlagen und aktuelle Erkenntnisse zu Stress, Trauma und der Regulationsfähigkeit von Psyche, Gehirn und Körper. Psychotraumatologische, neurobiologische und psychoneuroimmunologische Perspektiven werden zusammengeführt, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen traumatischen Erlebnissen und körperlicher wie psychischer Gesundheit verständlich darzustellen. Ein besonderer Fokus liegt auf den neurobiologischen Wirkmechanismen moderner Traumatherapie (u.a. EMDR) und deren Bedeutung für eine nachhaltige Wiederherstellung von Selbstregulation und innerer Balance.

9. Juni – Psycho-Neuro-Immunologie kompakt & vertieft (Grundlagen für Neueinsteiger / Erweiterung für Fortgeschrittene)

Der zweite Seminartag bietet zunächst eine kompakte und verständliche Einführung in die Grundlagen der Psycho-Neuro-Immunologie (PNI) und richtet sich ausdrücklich auch an Neueinsteiger. Im Mittelpunkt steht das Verständnis dafür, wie Psyche, Nervensystem, Immunsystem und hormonelle Regulation in wechselseitigen Regelkreisen miteinander verbunden sind.

Das Gehirn fungiert dabei als integratives Organ: Es „trägt“ das Psychische, koordiniert körperliche Prozesse und vermittelt zwischen innerer Erfahrung und äusserer Umwelt. Psychisches Erleben ist immer verkörpert – zugleich ist der Mensch als bewusst handelndes Wesen aktiv in seine Lebenswelt eingebettet. Entsprechend werden sowohl Bottom-up- als auch Top-down-Prozesse berücksichtigt.

Aufbauend auf dieser Einführung erfolgt eine inhaltliche Erweiterung und Vertiefung zentraler psychoneuroimmunologischer Zusammenhänge: Stress- und Entzündungsprozesse, Schmerz, Schlaf, Ernährung und immunologische Regulationsmechanismen werden vertieft betrachtet und in Beziehung zu psychotherapeutischer Praxis gesetzt. Zahlreiche praxisnahe Impulse (u.a. zu Ernährung, Nahrungsergänzung, Entzündung, Schlaf und Selbstregulation) ermöglichen eine direkte Anwendung im therapeutischen Alltag. Der Seminartag lädt zudem zur Reflexion der eigenen Leiblichkeit sowie der individuellen psychosomatischen und regulativen Kompetenzen ein.

Eine dichte, gut strukturierte Mischung aus fundierter Theorie, klinischer Relevanz und persönlicher Selbsterfahrung.

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Psycho-Neuro-immunologie: Deine häufigsten Fragen und Antworten

Was genau ist Psycho-Neuro-Immunologie?

Psycho-Neuro-Immunologie beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Psyche, Nervensystem, Immunsystem und Hormonsystem. Sie erforscht, wie Gedanken, Gefühle und Verhalten auf körperliche Prozesse wirken – und umgekehrt, wie körperliche Veränderungen unsere Stimmung, unser Erleben und Handeln beeinflussen. Damit verbindet sie psychologische, neurologische, immunologische und endokrinologische Erkenntnisse zu einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit und Krankheit.

Was sind die Voraussetzungen?

Es gibt keine Voraussetzungen.

Entspricht das Seminar den EMR-Vorgaben?

Das Seminar entspricht den Vorgaben der Fort- und Weiterbildungsordnung des EMR. Die bescheinigte Präsenzzeit beträgt 14 Stunden.

Was muss ich ans Seminar mitnehmen?

Bitte bring bequeme Kleidung für leicht körperliche Übungen, Hausschuhe und Schreibzeug mit. So kannst du aktiv und komfortabel am Seminar teilnehmen.

Was ist die Gruppengrösse des Seminars?

Das Seminar findet mit maximal 100 Teilnehmer:innen statt.

Dozent:in

Dr. Dr. Damir del Monte

  • Neurowissenschaftler
  • Studium und Promotion in Psychologie und Medizin-Wissenschaft an den Universitäten Hannover, Köln, Heidelberg und der PMU Salzburg
  • Freier Wissenschaftler am Institut für Synergetik und Psychotherapieforschung an der PMU Salzburg
  • Dozent für Funktionelle Neuroanatomie und Leiter der „Encephalon – medicine media production“ GmbH in Karlsruhe
  • Therapeutische Schwerpunkte: Psycho-, trauma-, körper- und sporttherapeutische Verfahren
  • Forschungs-Schwerpunkte: Psychotraumatologie, Lernen, Depressions-, Psychotherapie- und Schmerzforschung

Ich unterrichte an der Apamed:

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