Pathologisch persistierende frühkindliche Reflexe können abgebaut werden. Wolfgang K. Fischer arbeitet in diesem Sinne seit mehr als 20 Jahren erfolgreich mit unterschiedlichen Methoden, etwa mithilfe von Heilpflanzen, durch manuelle Integration sowie durch die Homöopathie beziehungsweise die kinesiologische Umprogrammierung von Nervenverbindungen. In einer neuen Studie hat er die manuelle Integration einer von ihm weiterentwickelten Methode auf die Probe gestellt. Die Vorher-Nachher-Vergleiche zeigen deutliche, anhaltende Verbesserungen in sehr kurzer Zeit und sind durch erfahrene Therapeuten innerhalb weniger Stunden zu erlernen.
Frühkindliche Reflexe können ohne grosses Vorwissen und ohne länger zu praktizierende motorische Programme therapeutisch auf einfache Art und Weise integriert werden. Die ersten Ansätze hierfür wurden in den USA während der 60er und 70er Jahre vom Chiropraktiker Dr. George Goodheart entwickelt, sowie präzisiert durch den Kinesiologen Richard D. Utt in den 80er Jahren.
Der Zusammenhang ihrer Arbeit mit frühkindlichen Reflexen war beiden Pionieren im Bereich der Chiropraktik sowie der professionellen Kinesiologie zu dieser Zeit jedoch noch nicht bekannt.
Themenübersicht
Reflexintegration im Praxisalltag
In langjähriger Praxistätigkeit mit beiden Konzepten entwickelte Wolfgang K. Fischer ein eigenes, nachhaltiges und simples therapeutisches Behandlungskonzept zur Integration von pathologisch persistierenden frühkindlichen Reflexen, welches an ein bis zwei Tagen erlernt werden kann und sehr einfach anzuwenden ist. Die Wirkung war immer wieder phänomenal, sodass es jetzt an der Zeit war, diese regelmässig positiven Ergebnisse auch wissenschaftlich genauer zu evaluieren. Daher sei hier von einer Studie berichtet, die 2024/25 an Kindern und Erwachsenen in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde:
Insgesamt 32 Teilnehmende, 19 Kinder und 13 Erwachsene, wurden jeweils im Rahmen dieser ausführlichen Studie von den Therapeutinnen Verena Hansmann, Manuela Hansmann, Nadine John sowie von Wolfgang K. Fischer mit dem genannten manuellen Integrationsprogramm Reflexintegration nach Wolfgang K. Fischer© mit je fünf Sitzungen, die jeweils 45 Minuten andauerten (Gesamtbehandlungszeit von 3,75 h), innerhalb von drei Monaten behandelt.
Bewusst wurde die Behandlungszeit eher niedrig angesetzt, um abschätzen zu können, wie intensiv auch in herausfordernden Fällen die Behandlungen wirken. Älteren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit vielen aktiven frühkindlichen Reflexen wie zum Beispiel dem Moro-Reflex (MR), dem Tonischen Labyrinth-Reflex (TLR), dem Symmetrisch Tonischen Nacken-Reflex (STNR) oder dem Asymmetrisch Tonischen Nacken-Reflex (ATNR) oder weiteren frühkindlichen Reflexen könnten sicher auch zusätzliche Behandlungen guttun, Patienten nach traumatischen Erfahrungen oder schweren Unfällen ebenso. In leichten Fällen könnte genanntes Programm aber auch schneller zum Erfolg führen.
Die Assessments der Studie
Im Assessment vor und nach den Behandlungen wurden ausführlich kognitive, limbische, visuelle, auditive und vestibuläre Tests durchgeführt sowie 17 frühkindliche Reflexe getestet. Die Assessments der Kinder wurden zudem vorher und nachher videografisch aufgezeichnet.
Mittels umfangreicher Fragebögen wurden zusätzlich genaue Rückmeldungen und Einschätzungen von Lehrern, Mentoren und Eltern eingeholt. Schreib- und Lesetests flossen in die Bewertungen mit ein, ferner wurden Zeugnisse zur kognitiven Einschätzung herangezogen. Aus allen Assessments wurden nach definierten Standards Schulnoten gebildet, um die Erhebungen vergleichen und miteinander in Beziehung setzen zu können.
Ergebnisse der Studie
Die Ergebnisse waren in Relation zur kurzen Behandlungsphase bemerkenswert. Die Reflexintegration nach Wolfgang K. Fischer© führt nicht nur zur umfassenden Integration der frühkindlichen Reflexe, sondern auch zu einem Entwicklungssprung in kognitiver, limbischer, visueller, auditiver oder vestibulärer Hinsicht, insbesondere bei Kindern. Bei geringem Zeitaufwand von schon wenigen Stunden sind die Fortschritte hinsichtlich der neurologischen Integration gross, zur Freude der Kinder, Eltern, Mentoren und Lehrer. Körperliche Anforderungen sind wesentlich leichter zu handeln, die Körperzentrierung und das Gleichgewicht verbessern sich. Das wirkt sich ebenso auf die Bereiche Sehen und Hören positiv aus. Emotional sind Behandelte stabiler, ruhen mehr in sich und reagieren nicht mehr oder nur noch selten über (Angst, Panik, Wut). Mental lässt es sich wesentlich leichter lernen mit viel besseren Erfolgen hinsichtlich Konzentration, Lesen, Schreiben, Rechnen und Mitarbeit. Es bleibt dadurch nicht aus, dass die eigene Zuversicht in das eigene Können wächst und so eine gute Grundlage für emotionales Wachstum, Urvertrauen, Selbstvertrauen, Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Selbstverantwortung gelegt wird.
Auch wenn die Verbesserungen bei kleineren Kindern am grössten sind, profitieren allgemein Kinder und Jugendliche auf allen Ebenen. Erwachsene sind jedoch auch nicht ausgeschlossen von positiven Verbesserungen auf vielen Ebenen; motorische Dysfunktionen nach Verletzungen und Unfällen können behoben werden und es kann eine Art neue physische Stabilität und ein Wohlgefühl sehr schnell einsetzen. Bei den vielen Unsicherheiten in der heutigen angst- und wutgeprägten Welt ist das ein nicht unerheblich wichtiger Faktor, wenn Menschen in sich ruhen und so auch emotional nicht angreifbar oder manipulierbar sind. Physisches Wohlbefinden und emotionale Stabilität sind, nach den Ergebnissen zu urteilen, unmittelbar miteinander verbunden.
Dadurch, dass sich Konzentration und innere Klarheit verbessern, fallen viele mentale Prozesse leichter. Die geistige Integrität und Produktivität ist in diesem Sinne ein wichtiger Faktor, erfolgreich Beruf und Familie zu managen. Wie so oft scheitern Menschen an diesem Punkt. Nicht vorteilhafte Emotionen schiessen ein, wodurch wir uns dann nicht mehr in unserer Mitte befinden. So wird das Soziale zu einer komplizierten Angelegenheit. Wir könnten stattdessen auch integriert in uns ruhen, das Leben geniessen und in dessen Fluss entspannt neue Herausforderungen und Chancen liebevoll annehmen. Die Reflexintegration nach Wolfgang K. Fischer© ist vor diesem Hintergrund ein wichtiges Puzzleteil für Kinder und Erwachsene, im Sturm des Lebens ruhig und gelassen zu bleiben und das Leben zu meistern.
Evaluation der Ergebnisse
Die meisten Programme zur Integration frühkindlicher Reflexe bestehen aus diversen Körperübungen, die vorgeben, persistierende frühkindliche Reflexe mit der Zeit neurologisch zurückzudrängen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die betreffenden Personen (meistens Kinder) über längere Zeit im Programm partizipieren und regelmässig die Übungen zuhause praktizieren. Fehlt die Compliance der Kinder (oder auch der Erwachsenen), sind solche Programme oftmals nicht von Erfolg gekrönt. Dazu kommt, dass diese Programme meistens teuer und aufwendig durchzuführen sind. Ein positives Argument für solche Übungen könnte sein, dass Kinder sie selbstständig und ohne Körperberührung machen können. Möchte man jedoch gute Ergebnisse erreichen, muss dennoch auch hier das Kind mit Handgriffen stabilisiert werden, damit die Übungen korrekt ausgeführt und nicht kompensiert werden. Persistierende archaische Reflexe lassen sich ansonsten kaum in der Tiefe ablösen. Berührung ist also auch hier erforderlich.
Betrachten wir das manuelle Integrationsprogramm Reflexintegration nach Wolfgang K. Fischer©, funktioniert das Programm durch klar definierte Berührung und Massage spezifischer Punkte. Diese Punkte liegen vor allem an Händen, Armen, Beinen und Füssen sowie auch im Kopf-Nacken-Bereich oder am Rücken. Dies sind Zonen, die in einer Behandlung gut zu berühren sind und auch für Behandelte nachvollziehbar zu erreichen sind.
Die Funktionstests der Assessments werden meist von Kindern und Erwachsenen sehr schnell verstanden und insbesondere Kinder sind sehr stolz, wenn sie schnell Fortschritte machen und plötzlich immer mehr Funktionstests „halten» können. So entsteht in kurzer Zeit ein tiefes Vertrauen in den Behandlungsprozess. In der Regel wird die Behandlung als sehr angenehm wahrgenommen und nach den Sitzungen wird meist ein positives Körpergefühl beschrieben, welches lange anhält und nach mehreren Behandlungen in aller Regel nachhaltig verbleibt. In den Nacherhebungen konnten wir das genau dokumentieren.
Zudem behandelt der Urheber der Methode Kinder und Erwachsene schon seit 20 Jahren mit dem Programm und kennt heute viele erwachsene Menschen, die als Kinder vom Programm profitiert haben. Sicherlich lässt sich eine solche subjektive Betrachtung nicht in objektive wissenschaftliche Kriterien pressen, aber auch ein gutes Bauchgefühl und die Rückmeldungen hunderter Menschen gibt ebenso Aufschluss darüber, inwieweit eine Methode mit Erfolg gesegnet ist. Die aktuelle Studie liefert den Nachweis, dass dem auch so ist.
Ein weiterer Vorteil des Programmes, im Vergleich zu anderen Ansätzen, ist, dass das Basisprogramm überall durchgeführt werden kann. Es reicht im Grunde eine Decke oder Yogamatte auf dem Boden, es muss nicht zwingend eine Behandlungsliege sein. Das Programm ist so definiert, dass bei der Behandlung eines Kindes im privaten oder geschäftlichen Rahmen immer Vater, Mutter oder andere Bezugspersonen anwesend sind. Es kann ebenso ein Kind aus einer Kindergartengruppe oder Schulklasse ausgewählt werden und im Hintergrund im Beisein der anderen Kinder oder Schüler behandelt werden. So bleibt das Kind immer ein Teil der Gemeinschaft, die Therapie kann entspannend wirken. Eine vertrauensvolle Behandlung ist die Basis dieser Arbeit. So werden im emotionalen Sinne Ängste und Mängel beseitigt und im Ergebnis das Ur- und Selbstvertrauen gestärkt. Die Folge ist eine verbesserte physische, emotionale und mentale Integration.
Die kognitiven und neurologischen Fortschritte mit dem Basisprogramm Reflexintegration nach Wolfgang K. Fischer© sind signifikant, das hat die beschriebene Studie bestätigt. Persistierende frühkindliche Reflexe lassen sich mit der Behandlung zielstrebig abbauen und die visuelle, auditive und vestibuläre Integration verbessert sich. In unserer subjektiven Beobachtung der letzten 20 Jahre war das sicher nichts Neues, weil behandelte Kinder und Erwachsene immer wieder gerne auf das Programm zurückgriffen, wenn später auftretende Unfälle, emotional schwierige Situationen oder andere Herausforderungen ihre Integration oder ihre physische, emotionale oder/und mentale Stabilität bedrohten. In solchen Fällen buchten sie ein oder zwei Termine und waren wieder in ihrer Mitte.
Es kommt zudem öfters vor, dass Kinder ihre Eltern täglich fragen, wann sie endlich wieder zur Reflexintegration kommen dürfen. Kinder haben oft ein gutes Grundgefühl dafür, was ihnen guttut. Insofern sind solche Nachfragen oder Beobachtungen eine besondere Auszeichnung für das Programm. Dass sich jetzt die Qualität des Programms mit wissenschaftlichen Daten und Fakten signifikant belegen lässt, ist nicht verwunderlich und bestätigt das bisherige Bauchgefühl.
Fazit
Es ist an der Zeit, das Programm bekannter zu machen, damit Menschen überall einen Zugang finden können. In der modernen Welt, oft bewegungstechnisch arm, ernährungsspezifisch fragwürdig und reich hinsichtlich medialer Ablenkung, wird es immer notwendiger, ein schnelles, kostengünstiges und effektives Programm bereitzuhalten, Menschen zu unterstützen, physisch, emotional und mental integriert und stabil zu sein, um für ein Grundmass an Mitmenschlichkeit und Miteinander zu sorgen.