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Die Synthese einer neuen Naturheilkunde

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Die Synthese einer neuen Naturheilkunde

Was verbindet die Alchimie, die Homöopathie, Ayurveda & die Traditionell Chinesische Medizin?

„Himmel oben, Himmel unten.
Sterne oben, Sterne unten.
Alles, was oben, dies ist auch unten.
Erfasse es und freue dich»
(alter Alchimistenspruch)

Schon im alten Ägypten auf den Keilschrifttexten des Hermes Trismegistos stand geschrieben, was heute in der Naturheilkunde immer noch „Common Sense» ist: „So wie außen so wie innen…» Das dort mystisch beschriebene Spiegelprinzip ist eine der Grundlagen moderner Naturheilkunde: so ist z. B. eine gesunde Haut kaum möglich ohne einen gesunden Darm.

Zudem sind die Konversationen durch unterdrückende Behandlungen der Schulmedizin bekannt: wird eine Haut- oder Gelenksentzündung z.B. mit Cortison behandelt, verschwinden lediglich die Symptome, oft nur während der Dauer der Gabe, aber die Ursache bleibt in aller Regel bestehen.

Der Homöopath Constantin Hering (1800–1880), einer der wichtigen Köpfe aus der ersten Linie der Begründung der Lehre der Klassischen Homöopathie durch Samuel Hahnemann (1755–1843), beschrieb bereits früh die Regeln der Konversation von Symptomen in seinen Heringschen Gesetzen. Wird demnach eine Entzündungsreaktion der Haut unterdrückt, dann schlägt sich diese Entzündung auf tiefer liegende verwandte Gewebe wie Darm oder Lunge und die Haut gesundet zunächst. Behandle ich mit dem richtigen homöopathischen Mittel dann die Lunge, weil sie ja Symptome zeigt, kommen zunächst (bis zur weiteren homöopathischen Ausheilung) die Symptome der Haut zurück… Die alten Herren hatten da durchaus etwas verstanden!

Dieses Spiegelprinzip zu Ende gedacht heißt auch, dass der Mensch als Wesen aus Körper, Seele und Geist vermittelt zwischen einer nicht materiellen Idee des Geistes und ihrer manifesten und materiellen und körperlichen Umsetzung. Wir Menschen sind also sowohl nicht-stoffliche geistige als auch stofflich-körperliche Wesen. Dieser Zusammenhang wird in allen ganzheitlichen Heilsystemen seit Jahrtausenden beschrieben und wird seit jeher als transformatives Prinzip des Menschen zwischen Himmel und Erde thematisiert. Der himmlische, geistig-männliche Archetypus wurde im Westen beispielsweise Apollo oder Zeus bzw. im Osten Shiva genannt, der materielle, irdisch-weibliche Archetypus Dionysos oder Gaia bzw. Shakti. Seit Einstein die Quantenphysik zum Massenphänomen erklärt hat, gilt die gleichzeitige Realität von Materie und Non-Materie selbst in der Naturwissenschaft als gesetzt.

Alchimie

So beschrieb auch Paracelsus (1493–1541) zur Zeit der Renaissance bereits diese Zusammenhänge: „Also wenn ihr den Mikrokosmos (Mensch) in der äußeren Natur erkennt, werdet ihr das große Geheimnis begreifen, dass im Menschen liegt». Und er zeigt in vielerlei Texten auf, dass Spuren eben doch Heilen können, wie auch im Samen einer großen Tanne ein tausendfaches Potential läge.

Wenn man in der Praxis oft gesehen hat, wie ein paar Globuli eine so tiefgreifende und prompte Wirkung haben, versetzt das den naturwissenschaftlich-materiellen Geist doch recht in Erstaunen, obwohl wir im Zeitalter der Quantenphysik eigentlich „magische» Zusammenhänge gewöhnt sein sollten.

Die wahrhaftigen Alchemisten der damaligen Zeit suchten übrigens nicht das materielle Gold, sondern die Läuterung in uns selbst. Der späte Alchimist Johann Georg Gichtel (1638–1710) bringt das in seinem Werk „Der irdische und der wiedergeborene Mensch, Theosophia Practica» (1736) besonders bildlich zum Ausdruck.

Irdischer Mensch, alchimistische Darstellung nach Georg J. Gichtel
Wiedergeborener Mensch, alchimistische Darstellung nach Georg J. Gichtel

Der irdische und der wiedergeborene Mensch nach Georg J. Gichtel, Theosophia Practica (1736)

Alchimie strebte eine Erhöhung des Schwingungszustandes an beschrieben mit dem Satz „Vista Interior Terrae Rectificando Invenies Occultum Lapidem» („Suche das untere der Erde auf, vervollkommne es, und Du wirst den verborgenen Stein finden»). Die damals bekannten sieben Himmelslichter und Frequenzen von Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn waren hier die Richtschnur… Im alchimistischen Siebenstern wurden diese Wandlungen von der niedrigen zur höchsten Schwingungsebene verschlüsselt. Nicht jeder Mensch hatte damals Zugang zu diesen Ideen – heute können sich alle Menschen diese wunderbaren Zusammenhänge vor Augen führen!

Alchimistischer Siebenstern mit den sieben Planetenkräften
Alchimistischer Siebenstern nach D. Stolcius von Stolcenberg (17. Jhd.)

Gesund zu werden und zu heilen wurde von den Alchimisten in einem sieben-stufigen Verwandlungs- und Heilungsprozess beschrieben.

Der alchimistische Heilungsweg
Ausgangszustand → Verwandlung → Neue Stufe
Prima materia 7 Schlüssel Lapis, Stein der Weisen
Materie Lebewesen Geistige Ebene
Körper Seele Geist
Krankheit, Krise Läuterung, Lernen, Erkenntnis Bewusstsein
Abhängigkeit, Opfer Heilungsweg Befreiung, Schöpfer
Irdischer Mensch
Der „alte» Mensch
Alchimist
Der sich wandelnde Mensch
Geistiger Mensch
Der „neue» Mensch

Den Alchimisten war es wichtig, aus einem passiven Opferdasein zum aktiven und kreativen Schöpferdasein zu kommen. So wird aus Angst Mut zu Neuem, aus Problemen Herausforderungen, aus Resignation Wille oder aus Isolierung die Erkenntnis, ein Teil des Ganzen zu sein, aus Kampf wird Frieden sowie aus Schuldbewusstsein ein mitfühlender und sozialer Austausch.

Innere Flusskräfte dienen also der Gesundheitsvorsorge; kreatives Glücklichsein ist der Königsweg, der gleichzeitig auch viele körperliche Stauungserkrankungen vorbeugt. Physisch, seelische und geistige Kommunikation in allen Dimensionen ist demnach der Schlüssel zu Gesundheit Glück und Lebensfreude. Diese alles verbindende Energie beschreibt später Samuel Hahnemann (1755–1843) als „Autocratie» und „Lebenskraft».

Homöopathie

Feinstofflichen Wirkprinzipien gerieten im 18. Jahrhundert in den falschen Hals und wurden zunehmend materiell gedacht. Während Paracelsus und auch Hahnemann wusste, dass beispielsweise Quecksilber in Spuren potenziert energetisch chronische Entzündungen ausheilen kann, wurde in der immer materieller werdenden Medizin des 18. und 19. Jahrhunderts das Quecksilber schließlich stofflich verabreicht – bis zum vielfachen Tod vieler Opfer dieser Neuerungen der Medizin. Hahnemann war diese Unmöglichkeit ein Dorn im Auge und so lag ihm am Herzen, ein neues Denken in der Medizin basierend auf der alten Alchimie zu etablieren.

Samuel Hahnemann beschreibt sehr präzise die der Heilung zugrunde liegende „Lebenskraft» im § 9 seines Organon wie folgt: „Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Teile in bewunderungswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Tätigkeiten, so dass unser innenwohnender, vernünftiger Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höheren Zwecke unseres Daseins bedienen kann.»

Störungen der Lebenskraft oder Krankheit an sich beschreibt Hahnemann im § 148 des Organon: „Die natürliche Krankheit ist nie als eine irgendwo, im Inneren oder Äußeren des Menschen sitzende, schädliche Materie anzusehen, sondern als von einer geistartigen, feindlichen Potenz erzeugt, die, wie durch eine Art von Ansteckung, das im ganzen Organismus herrschende, geistartige Lebensprinzip in seinem instinktartigen Walten stört, als ein böser Geist quält und es zwingt, gewisse Leiden und Unordnungen im Gange des Lebens zu erzeugen, die man (Symptome) Krankheiten nennt.»

Stauende Flusskräfte produzieren nach den Forschungen Hahnemanns die Symptome oder Krankheiten im physischen Körper. Hahnemann hat schließlich die Homöopathie als Möglichkeit zur Heilung beschrieben, bei der die Substanzen, die sonst stofflich verabreicht im Menschen entsprechende Krankheitssymptome auslösen würden, potenziert feinstofflich durch ihre „geistartige Kraft» genau diese Symptome wieder zu lösen vermögen (Hahnemanns Heilgesetz „Similia similibus curentur»). Seine Ideen knüpfen so nahtlos an die der Alchimisten an.

Was Hahnemann mit (fließender oder gestauter) „Lebenskraft» beschrieb, bezeichnete übrigens später Rudolf Steiner (1861–1921) in der Anthroposophie als „Ätherkräfte», „ätherische Flusskräfte» oder auch als „Ätherleib».

Traditionell Chinesische Medizin

Die Gesetze dieser nicht sichtbaren oder wägbaren Flusskräfte im Körper beschreibt die Traditionell Chinesische Medizin sehr ausführlich. Hier ziehen weibliche (Yin-) und männliche (Yang-) Meridiane durch den menschlichen Körper, in denen das „Chi» fließt, die dieser ätherischen Funktion entsprechen. Blockaden werden als Stauungen beschrieben, die zu lösen z. B. durch Akupunktur oder Akupressur möglich ist. Zudem wird von Energiemangelzuständen gesprochen, die ebenfalls vorhanden sein können. Das Ziel ist eine ausgeglichene gleichsam fließende Energie, die alle Ebenen physisch und metaphysisch verbindet als Quell und Ziel kreativer Gesundheit!

Flusskreis der Körpermeridiane mit ihren Tageszeiten der Hauptaktivität
Flusskreis wichtiger Körpermeridiane mit den Tageszeiten ihrer Hauptaktivität nach W. K. Fischer
Diagramm wichtiger Akupunkturpunkte von Körpermeridianen
Wichtige Akupunkturpunkte von Körpermeridianen nach W. K. Fischer

Ayurveda

Ayurveda, die alte ganzheitliche, östliche vedische Naturmedizin, beschreibt nicht nur die bekannteren diätarischen Hinweise, um die menschliche Konstitution und Gesundheit zu verbessern aus der Zusammensetzung heraus der drei „Doshas» von Pitta, Kapha und Vata. Kapha steht hier für das Strukturprinzip (Erde und Wasser), Pitta für das Stoffwechselprinzip (Wasser und Feuer) sowie Vata für das Bewegungsprinzip (Luft und Äther). Die westliche Alchimie benennt diese Prinzipien ganz analog als Sal, Sulphur und Merkur, generell könnte man sie auch nennen Körper, Geist und Seele.

Das innere ätherische Prinzip und die vegetativen Kräfte innerer Ordnung werden aber auch noch anders beschrieben im alten Indien, so durch die in der Wirbelsäule und die vegetativen Zentren aufsteigenden Kräfte der Kundalini, die sich mit dem gesamten ätherischen Feld innerhalb und außerhalb des Körpers verbinden. Im Sanskrit nannte man sie die sieben Chakren oder Lotusblumen. In der Alchimie werden diese wiederum als Planetenkräfte beschrieben, als sieben Schlüssel zum Glücklichsein (siehe oben).

Darstellung der sieben Chakren, Ansicht 1
Darstellung der sieben Chakren, Ansicht 2

Die sieben Chakren oder auch die vegetativen Zentren des Menschen nach W. K. Fischer

Da die Meridiane Ren Mai und Du Mai (Zentralgefäß und Gouverneursgefäß) die sieben Chakren verbinden (sie zeigen sich energetisch im Kronen-Chakra), sind die anderen sechs Chakren in ihrer Hauptzuordnung definiert durch die beschriebenen zwölf Körpermeridiane der Traditionell Chinesischen Medizin. Trotzdem steht jedes Chakra auch wiederum mit allen Körpermeridianen in Verbindung (Forschungen nach Wolfgang K. Fischer, Vegetative Systems & Chakra Works, Seminar im Zentrum Neue Horizonte), was man gut in der Chi-Struktur des Menschen erkennen und entsprechend auch behandeln kann, wenn die Flusskräfte blockiert sind.

Die Synthese einer neuen Naturheilkunde – Kinesiologie verbindet

Die sieben energetischen Bewusstseins- und Heilungsebenen des Ayurveda oder auch der Alchimie sind die Grundlage zur Verbindung mit den zwölf Archetypen oder den zwölf Körpermeridianen, die sich im weiteren Sinne interessanterweise auch in den zwölf Tierkreiszeichen wieder spiegeln. Alles ist mit allem verbunden – was eine brillante Struktur das Ganze doch ist!

Die zwölf Archetypen auf der Basis der ätherischen Chi-Flüsse – Alchimie & Astrologie in Fusion
Die drei geistigen Prinzipien und Kreuze Die alchimistische Verwandlungsebene Element Tierkreiszeichen
vermittelnd, beweglich
(veränderlich, flexibel)
Merkur Feuer Schütze
Luft Zwillinge
Wasser Fische
Erde Jungfrau
passiv, fix
(beständig, ausdauernd)
Sal Feuer Löwe
Luft Wassermann
Wasser Skorpion
Erde Stier
aktiv, kardinal
(pionierhafter Impuls)
Sulphur Feuer Widder
Luft Waage
Wasser Krebs
Erde Steinbock

Professionelle Kinesiologie, die energetisch entsprechend auf der Basis dieser ätherischen Chi-Kräfte arbeitet, kann alle diese Ebenen miteinander in Verbindung bringen und über die Bearbeitung von Stauungen und Stockungen im Chi-Fluss den Menschen körperlich, seelisch und geistig wieder in seine Mitte bringen. Stimmt die energetische Blueprint, dann stimmen auch die Flusskräfte auf physischer und geistiger Ebene. Die Basis einer neuen Naturheilkunde muss also sein, endlich dahin zu kommen, das ätherische Flussprinzip im Menschen zu verstehen und damit umzugehen, wollen wir uns selbst und die Welt um uns herum wahrhaftig begreifen.

Astrologisch-biographisches Coaching erleichtert es zudem, den eigenen Standpunkt im Leben zu finden und ein glücklich-kreatives Leben zu führen.

Verfasst von

Wolfgang Fischer

Master of Science (U.C.C.) Touch for Health® Instruktor Brain-Gym® Instruktor Master-Instruktor Applied Physiology® Kinesiologe Heilpraktiker


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